Was soll das Theater? – Mit Videoclip

Man könnte meinen, das Theater sei überflüssig geworden: Wieso die Bequemlichkeit der eigenen vier Wände eintauschen gegen einen harten Stuhl, eingezwickt im Theaterpublikum?

Warum sich auf eine Vorführung einlassen, wenn hinter den heimischen Bildschirmen tausende warten? Wozu überhaupt noch „Bretter, die die Welt bedeuten“, wenn Heerscharen an Denkern und Forschern über Jahrtausende hinweg ein kaum überschaubares Wissen angehäuft haben? Weiß man denn nicht spätestens heute, was nun die Welt bedeutet? Allen, die solchen Bedenken folgend des Theaterganges nicht mehr bedürfen: Glückwunsch, eine Mühsal weniger! Allen anderen sei Folgendes empfohlen: Der Prolog eines Theaterabends aus dem Sommer 2019 im Park des Günter-Stöhr-Gymnasiums – unter Mitwirkung vieler aus dem Umfeld der Schule und der Integrierten Gemeinde. Jederzeit anschaubar, ganz bequem, ganz bildschirmtauglich, wann immer, wo immer, ganz wie man möchte. saw

Videoclip „Prolog zum Sommernachtstraum“

Die Worte

 

Die Worte

wurden wegen Betrugs angeklagt

 

Eine geringe Anzahl

erhielt untergeordnete Anstellungen

als Zuträger und Laufburschen

 

„ab heute

muss es im Leben geschehen“

 

Hedvig Fornander

Zum Leben in Gemeinschaft

 

Der Apfelbaum wills dem Birnbaum abgucken

 

die Kartoffelstaude schielt auf die Wassermelone

 

aber was machen wir mit einer Melonenschwemme?

 

verdankt doch unsere Küche ihren Ruhm

unseren schmackhaften Kartoffelgerichten.

 

Hedvig Fornander

Unverhoffter Augenblick

Der andere sieht etwas anderes als ich.

Schaue ich mich an, sehe ich ,von innen nach außen‘,

kann nicht absehen von mir.

Der andere schaut mich von außen nach innen an,

sieht, was ist und was war.

Und was mich Jahre bedrückt hat,
wo ich immer noch dachte „hätte ich doch“,
„wäre ich doch“ heißt dann:
Es war die notwendige Reibungsfläche,
an der alle Möglichkeiten des Heute sich entzünden konnten.

Der andere sieht mehr als ich.

anm

Leise

Mit Grüßen aus einem verschneiten Berghäuschen nach Bautagen in Urfeld am Walchensee

 

Leise rieselt der Schnee,

still und starr – „Moment!“

es brodelt und wogt der See,

weihnachtlich? Lichter, Schmuck – ja.

Sonst altes, graues Gemäuer – unwirtlich.

 

In den Herzen ... – ja, was eigentlich?

 

Unscheinbar, unspektakulär profan

wie bei den Hirten auf den Feldern – Verwandlung.

Wand, für Schrank, für Lampe, für Nadelstich,

kehrt Leben ein – in Haus und Herz.

hat

Wir Helden – Nr. 5

... nur noch schnell den Weg freihacken

daw/bra

Wir Helden – Nr. 4

... der Himmel ist so blau

daw/bra

Wir Helden – Nr. 3

... leg hier richtig Strecke zurück

daw/bra

Wir Helden – Nr. 2

... seh‘ hier keine Probleme

daw/bra

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