Nahezu wunschlos

15. Oktober 2017, 28. Sonntag im Jahreskreis A

Paulus, von der Staatsmacht seiner Freiheit beraubt, bedankt sich bei seinen Unterstützern in der Gemeinde von Philippi für die ihm gesendeten Gaben, die er schätzt, aber nicht wirklich braucht. Paulus zeigt hier in der Mitte seiner Existenz eine ungewöhnliche Verankerung.

So wie er die Unterschiede zwischen Juden und Griechen, Sklaven und Freien, Mann und Frau nicht mehr als Grund für Kampf und Gegnerschaft unter den Gläubigen anerkennt, so lässt er auch alle normalen Kategorien des Wohlbefindens hinter sich: ob er in Entbehrungen oder im Überfluss lebt, selbst elementare Dinge wie Sattsein oder Hungern sind ihm einfach nicht mehr wichtig, der Hunger taugt noch nicht einmal zum asketischen Ideal. In diesen Dingen wunschlos benennt er, was er ersehnt: die einmütige Gemeinschaft. Hier ist seine starke Mitte, sein Lohn und Reichtum, seine Ehre und Gottes sichtbare Herrlichkeit. tac

Phil 4,12-14.19-20

Brüder! Ich weiß, Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: In Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung. Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt. Trotzdem habt ihr recht daran getan, an meiner Bedrängnis teilzunehmen. Mein Gott aber wird euch durch Christus Jesus alles, was ihr nötig habt, aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit schenken. Unserem Gott und Vater sei die Ehre in alle Ewigkeit! Amen.

„Ein Mann legte einen Weinberg an ...“

8. Oktober 2017, 27. Sonntag im Jahreskreis A

Mit dem Bild des Weinbergs drückten die alttestamentlichen Propheten das Wunder aus, das mit Israel in die Welt gekommen war: Gott und Mensch arbeiten zusammen, um die Frucht hervorzubringen, die „das Herz des Menschen erfreut“.

Die Kritik, dass dort in Wirklichkeit nur „saure Beeren“ wachsen, trifft Israel. Sie trifft aber auch die Kirche, die mit Recht vom „wahren Weinstock“ redet, was nicht verhindert, dass vieles in Theologie und Praxis nach gepanschtem Wein schmeckt. Aber es gibt manche, die haben noch den Geschmack auf der Zunge und geben die Suche nach dem guten Tropfen nicht auf. mim

Jes 5,1-7

Ich will ein Lied singen von meinem geliebten Freund, ein Lied vom Weinberg meines Liebsten. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fruchtbaren Höhe. Er grub ihn um und entfernte die Steine und bepflanzte ihn mit edelsten Reben. Er baute mitten darin einen Turm und hieb eine Kelter aus. Dann hoffte er, dass der Weinberg süße Trauben brächte, doch er brachte nur saure Beeren. Nun sprecht das Urteil, Jerusalems Bürger und ihr Männer von Juda, im Streit zwischen mir und dem Weinberg! Was konnte ich noch für meinen Weinberg tun, das ich nicht für ihn tat? Warum hoffte ich denn auf süße Trauben? Warum brachte er nur saure Beeren? Jetzt aber will ich euch kundtun, was ich mit meinem Weinberg mache: Ich entferne seine schützende Hecke; so wird er zur Weide. Seine Mauer reiße ich ein; dann wird er zertrampelt. Zu Ödland will ich ihn machen. Man soll seine Reben nicht schneiden und soll ihn nicht hacken; Dornen und Disteln werden dort wuchern. Ich verbiete den Wolken, ihm Regen zu spenden. Ja, der Weinberg des Herrn der Heere ist das Haus Israel, und die Männer von Juda sind die Reben, die er zu seiner Freude gepflanzt hat. Er hoffte auf Rechtsspruch – doch siehe da: Rechtsbruch, und auf Gerechtigkeit – doch siehe da: der Rechtlose schreit.

Der blinde Fleck

1. Oktober 2017, 26. Sonntag im Jahreskreis A

Der blinde Fleck ist jene Stelle im Auge, auf die sich die Austrittsstelle des Sehnervs projiziert. Da dort keine Lichtrezeptoren sind, ergibt sich eine punktuelle Blindheit. Diese Erkenntnis ist aus der Biologie in die Psychologie gewandert. Die Propheten hatten dieses Wissen über den Menschen schon im 6. Jahrhundert vor Christus, als sie Israels ‚blinden Fleck‘ benannten:

„Ihr sagt: das Verhalten des Herrn ist nicht richtig.“ Schuld wird verdrängt und auf den anderen projiziert. Israel hat die Chuzpe, die Schuld auf Gott zu schieben – und er geht auf diesen Streit sogar ein. Dadurch wird er in Verteidigung der eigenen Sache zum Aufklärer über Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit, über Uneinsichtigkeit und Umkehr. acb

Ez 18,25-28

So spricht der Herr: Ihr sagt: Das Verhalten des Herrn ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus Israel: Mein Verhalten soll nicht richtig sein? Nein, euer Verhalten ist nicht richtig. Wenn der Gerechte sein rechtschaffenes Leben aufgibt und unrecht tut, muss er dafür sterben. Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben. Wenn sich der Schuldige von dem Unrecht abwendet, das er begangen hat, und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er sein Leben bewahren. Wenn er alle Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, einsieht und umkehrt, wird er bestimmt am Leben bleiben.

Alles was recht ist

24. September 2017, 25. Sonntag im Jahreskreis A

Schon seit Aristoteles gilt der Grundsatz: Das Gerechte ist das Verhältnismäßige, also die proportionale Entsprechung von Tun und Vergeltung, von Leistung und Gegenleistung. Die andere Gerechtigkeit, die mehr gibt, als erwartbar, ist überraschend.

In provozierenden Geschichten wie der heutigen stellen die Evangelien Jesu Handeln als Sichtbarwerden der unverfügbaren Güte Gottes dar, die ein anderes Ziel hat: die verschiedensten Personen im Weinberg zu sammeln, nicht am Maß einer Leistung messend. Darüber ärgern sich vor allem die Frommen. Sie vergleichen neidisch und verlieren damit alle Freude an Mühe und Lohn. Mit der Entlarvung der falschen Sicht auf Gott und auf die anderen wirbt das Gleichnis um Zustimmung zum neuen Maß, der Sammlung Israels. hak ­­

Mt 20,1-15

Jesus sagte seinen Jüngern dieses Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Markt stehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste Stunde und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder hinaus und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging, traf er wieder einige, dir dort standen. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen von den letzten, bis hin zu den ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die ersten kamen, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denar. Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?

‚No tinc por‘ – Keine Angst

17. September 2017, 24. Sonntag im Jahreskreis A

„Jeder lebt für sich selbst und jeder stirbt für sich selbst“ sagt das Lebensgefühl vieler Zeitgenossen in nüchternen Momenten. Für die, die dem Herrn gehören, ist ihr Leben und Sterben nicht mehr ihr Problem.

Am Sinai hört Israel das Gotteswort: „Mir gehört die ganze Erde, ihr aber sollt mir als ein heiliges Volk gehören.“ Das ist der Gegenpol zur ‚Heidenangst‘ um das eigene Leben. Denn von diesem Anspruch her entwickelt Israel die Wachheit, in jeder Situation furchtlos zu fragen, was stimmig ist. So kommt eine große Sammlung von Beispielen zusammen, die konkretisieren, was ‚gottgehörig‘ heißt. Wieder und wieder wurde dies als Gesetzesreligion missverstanden und doch gab es Israel Freiheit und Sicherheit in allen erdenklichen Lebenslagen. Für den Schriftgelehrten Paulus ist diese schöpferische Freiheit Israels in Jesu Leben und Sterben verkörpert. Daran erinnert er die Gemeinde in Rom: „Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.“ mim

Röm 14,7-9

Keiner von uns lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber: Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn. Denn Christus ist gestorben und lebendig geworden, um Herr zu sein über Tote und Lebende.

Die Freiheit das Falsche zu tun

10. September 2017, 23. Sonntag im Jahreskreis A

Nur weil es die Wahrheit als Maßstab gibt, ist Unterscheidung möglich. Die gesamte biblische Heils- und Unheils-Geschichte ist ein Ringen um diese prophetische Unterscheidung. Denn die Wahrheit erschließt sich nicht in Thesen und Theorien, sondern in den verzwickten menschlichen Verhältnissen.

Ihr Maß will erkannt und benannt werden, weil der Mensch grundsätzlich vor allem in Ruhe gelassen werden will und nichts wissen will von den Folgen seines Tuns. Die undankbare Verantwortung der Propheten und des prophetischen Volkes besteht darin, die Wahrheit auch gegen diesen Widerwillen zu vertreten. Erst die prophetische Warnung eröffnet dem Menschen in seinem geliebten Zustand der Ahnungslosigkeit die Freiheit das Falsche zu tun, oder eben umzukehren. tac

Ez 33,7-9

So spricht der Herr: Du Menschensohn, ich gebe dich dem Haus Israel als Wächter; wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst, musst du sie vor mir warnen. Wenn ich zu einem, der sich schuldig gemacht hat, sage: Du musst sterben!, und wenn du nicht redest und den Schuldigen nicht warnst, um ihn von seinem Weg abzubringen, dann wird der Schuldige seiner Sünde wegen sterben. Von dir aber fordere ich Rechenschaft für sein Blut. Wenn du aber den Schuldigen vor seinem Weg gewarnt hast, damit er umkehrt, und wenn er dennoch auf seinem Weg nicht umkehrt, dann wird er seiner Sünde wegen sterben; du aber hast dein Leben gerettet.

Von der christlichen Logik

3. September 2017, 22. Sonntag im Jahreskreis A

„Umwertung aller Werte“ ist ein Schlagwort, das kaum jemand mit dem Christentum verbinden dürfte. Und doch kehrt Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Rom zentrale Begriffe radikal um:

„Opfer“ – für den religiösen Menschen ist das ein geschlachtetes Tier, für Paulus ist es der Mensch, der in der Gemeinde lebt und sie mitaufbaut. „Gottesdienst” – nach dem allgemeinen Verständnis eine Zusammenkunft mit Beten und Singen, für den Apostel der vernünftige Umgang mit den konkreten Details im Lebens des Einzelnen und der Gemeinschaft: soziale und wirtschaftliche Fragen, Krankheit und Tod, Erziehung der Kinder und Pflege der Alten, Aufnahme von Gästen und Einführung in das gemeinsame Leben, Rücksicht auf die Schwächen der anderen und Lernen aus Fehlern. In diesem „logischen Gottesdienst“ darf kein Stück Welt fehlen und doch folgt alles einem anderen Maß. mim

Röm 12,1-2

Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene („logische“) Gottesdienst. Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.

Schlüsselwort

27. August 2017, 21. Sonntag im Jahreskreis A

Auch um in Gottes neue Welt zu kommen, braucht man ein Passwort. Das Schlüsselwort fürs Himmelreich hatte Petrus: „Du bist der Messias.“ Auch wenn dieses Wort in der jüdischen Vorstellung gar nicht so eindeutig war:

Es geht letztlich immer um das Volk Israel, um seine Reform und Wiedersammlung.
Das ist der Boden, der Fels, auf dem auch die Gemeinde Jesu steht: Die Wahl Gottes, der auf ein kleines Volk seinen Auftrag legte. Wenn Christen glauben, an diesem Auftrag teilzuhaben, geht es nur mit diesem Schlüsselwort: durch einen Juden und mit der Teilnahme an der Geschichte seines Volkes. Daran entscheidet sich – so Matthäus – alles. acb

Mt 16,13-20

Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels –, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei.

Wer Hilfe braucht

20. August 2017, 20. Sonntag im Jahreskreis A

Konzentration auf die Neusammlung Israels und Sorge für alle sind bei Jesus kein Gegensatz, auch nicht ein zeitliches Nacheinander. Als er, der Jude, der nicht jüdischen Frau begegnet, geschieht das Überraschende:

Sie akzeptiert den Auftrag Jesu für Israel, greift sogar sein Argument auf, dreht es aber unbekümmert um zu einem überzeugenden Argument für ihre Bitte um Hilfe. Ein solches unbeirrbares Vertrauen rückt sie in die Nähe der großen Glaubenden Israels, wie Abraham. Allen Berufenen hilft gerade sie, das Ihre zu erkennen, zu wollen und zu tun. hak

Mt 15,21-28

Jesus zog sich in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast Recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

Dasselbe – ganz anders

13. August 2017, 19. Sonntag im Jahreskreis A

Nach einem langen, zermürbenden Kampf gegen die falschen Götter kehrt der Prophet Elija resigniert zum Horeb zurück und will nicht mehr leben. Er steht auf dem Berg, dort, wo Israels Geschichte begann, wie Mose, als er die Torah empfing. Und wieder: Gewittersturm, Blitz, Donner und Erdbeben. Doch diesmal ist der Sturm nur Sturm, das Beben nur Beben, das Feuer nur Feuer – normale Wetterphänomene. Die Stimme Gottes ist darin nicht zu hören. Aber wie ist sie überhaupt zu hören?

Wie klang es, als Gott zu Elija sprach? Der biblische Autor deutet es nur an; in der kongenialen Übersetzung Martin Bubers: „eine Stimme verschwebenden Schweigens“. Der laute, kämpferische Prophet musste genau hinhören, ja, er musste sogar über seine eigene Enttäuschung hinweghören. Vielleicht geschah sein Hören wie später bei Maria, von der es heißt: „sie fügte alles in ihrem Herzen zusammen“. mim

1 Kön 19,9a.11-13a

In jenen Tagen kam Elija zum Gottesberg Horeb. Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch das Wort des Herrn erging an ihn: Komm heraus, und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr kam nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr kam nicht im Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr kam nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.

Seiten