Aus Erfahrung

22. Juli 2018, 16. Sonntag im Jahreskreis B

„Ich bin misstrauisch gegen die meisten Theologen, sie könnten mich enttäuschen, weil ich jedes Wort, das aus ihrem Mund kommt, schon vorher gewusst hatte.“

Der junge Hans Scholl, der dies am 17. August 1942 in sein Tagebuch notierte, suchte nicht die spektakulären Ideen kreativer Denker; er vermisste solche, die Neues sagen können, weil sie Neues erfahren. Markus erzählt von einer neuen Erfahrung der Nähe Gottes, die sich in der Weggemeinschaft Jesu mit den Jüngern auswirkt. Die Frage nach einer Belebung dieser Geschichte stellt sich auch heute. acb

Mk 6,30-34

Die Apostel versammelten sich wieder bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren, und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

Kommunikationstheorie

15. Juli 2018, 15. Sonntag im Jahreskreis B

Wie kann der jenseitige transzendente Gott glaubwürdig in der Geschichte wirken?

Dem alten orientalischen Botenrecht zufolge galt der Gesandte eines Königs als bevollmächtigter Repräsentant des fernen Herrschers. In einem ähnlichen Horizont erzählen die biblischen Texte von Gott und seinem Volk: Er wirkt und hilft durch Menschen, die sich von ihm senden lassen, wie die Propheten, Mose und Elija. In den Gesendeten ist der Sendende selbst präsent. Darum wird im Neuen Testament Jesus als Gesandter charakterisiert und einmal ausdrücklich Apostel, also Ge­sand­ter genannt. In seinen eigenen Auftrag zieht er die Zwölf und seine Jünger mit hinein, wenn er sie zu seinen Boten macht: „Wer euch hört, der hört mich ...“ (Lk 10,16); „Wer euch auf­nimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat …“ (Mt 10,40). Und die Aussendung der Jünger zu zweit erfolgt wegen ihrer Glaubwürdigkeit als Zeugen. hak

Mk 6,7-13

Jesus rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

Anders

8. Juli 2018, 14. Sonntag im Jahreskreis B

Paulus war von einer rätselhaften Krankheit gezeichnet, vielleicht war es Epilepsie. Das war für ihn wie ein Stachel im Fleisch. Er hätte aufgeben und sich verbittert zurückziehen können.

Stattdessen legte er diese Schwäche vor seiner Gemeinde in Korinth und vor Gott offen. Weil er seine Ohnmacht bejahte, konnte gerade in seiner Schwachheit etwas wirksam werden, das nicht aus ihm selbst kam. Das wird traditioneller Weise als Gnade bezeichnet, anders gesagt: Stärkung und Hilfe zum gemeinsamen Bleiben im Auftrag. ruk

2 Kor 12,7-10

Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn die Kraft wird in der Schwachheit vollendet. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

Einspruch!

1. Juli 2018, 13. Sonntag im Jahreskreis B

Die Meldungen eines jeden Tages konfrontieren uns mit gewaltsamem Sterben, sei es durch Waffen, anderweitige Gewalttat oder Ertrinken im Mittelmeer. Es ist zum Verzweifeln.

Aber das unsichtbare Gegenüber der Welt, ihr großes DU, erhebt ständig Einspruch. Denn Er ist ein Freund des Lebens. Daher ist an der Welt und ihrer Einrichtung nichts Schädliches: Sie ist ein Abglanz des Guten, das das Wesen des Schöpfers selbst ausmacht. Es gipfelt in der Gerechtigkeit, die Er allem Geschaffenen verliehen hat: dass es recht ist, so wie es ist, weil es von Ihm kommt und auf Ihn ausgerichtet ist. Das Paradies wäre möglich, überall und jeden Tag. Wäre da nicht der große Verderber, der Neid, der alle gegeneinander aufbringt und Blut sehen will. Aber dagegen gibt es ein Mittel: Sein Volk aus allen Völkern, das Seine Gerechtigkeit lebt! Nein, es ist nicht zum Verzweifeln: Jeder kann helfen, egal ob kritisch oder weltverliebt, dieses Volk aufzubauen. bek

Weish 1,13-15; 2,23-24

Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. Zum Dasein hat er alles geschaffen, und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Kein Gift des Verderbens ist in ihnen, das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde; denn die Gerechtigkeit ist unsterblich. Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt, und ihn erfahren alle, die ihm angehören.

Die Ruhe im Sturm

24. Juni 2018, 12. Sonntag im Jahreskreis B

Jesus spricht zum Volk einen ganzen Tag lang in Gleichnissen. Bevor Markus erzählt, dass Jesus am Abend ins Boot steigt, notiert er: „Seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.“ Jetzt ist er mit ihnen alleine in einem Boot als ein Seesturm ausbricht.

Offenbar ist diese Geschichte eine Erklärung der erzählten Gleichnisse: Jesus verglich das Reich Gottes zuletzt mit der von selbst wachsenden Saat. Und jetzt, beim Seesturm, schläft er. Markus erwähnt sogar, dass er auf einem Kissen liegt. Der befürchtete Untergang des Bootes stört den ruhigen Schlaf des Meisters nicht, weil er weiß, die Saat wächst – ohne Aktivismus und Geschrei. Die Kombination von Boot, Jüngern und Jesus wird nicht untergehen. Diese Ruhe geht zuerst auf den See über – und nach Pfingsten auch auf die Jünger. tac

Mk 4,35-41

An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?

Was gewiss ist

17. Juni 2018, 11. Sonntag im Jahreskreis B

Das neuzeitliche Bewusstsein definierte sich absolut, absehend von allem Äußeren, Zufälligen, Geschichtlichem und Dogmatischem: „Ich denke, also bin ich“. Die einzig übriggebliebene Gewissheit.

Daraus ist das emanzipierte, autonome Subjekt der Moderne geworden, dessen Würde und Rechte in vielen Verfassungen festgeschrieben sind. Ein Grad von Freiheit und Selbstbestimmung ist damit erreicht, den es so in der bisherigen Geschichte nicht gegeben hat. Führt eine Brücke zum Evangelium des Sonntags? Jesus reflektiert im Gleichnis, was gewiss ist. Die Exegeten sind sich nicht einig, ob er von der selbst wachsenden Saat oder vom zuversichtlichen Sämann redet. Jesus sieht einen Prozess in Gang gesetzt, der von dem Sämann initiiert ist und an dem sich „die Erde“ kooperativ beteiligt, bis es Zeit für die Ernte ist. Johannes schreibt die Gewissheit Jesu fort (4,36): „Gleichzeitig freuen sich Sämann und Schnitter“. ars

Mk 4,26-34

Jesus sprach zur Volksmenge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

Tschuldigung!

10. Juni 2018, 10. Sonntag im Jahreskreis B

Als Bitte meint das Wort, das man schnell im Gedränge an der Kasse oder im Bus sagt, meist: Sorry! Verzeihung! Es tut mir leid. Größer gesagt: Vergib mir. Solch ein Satz ist nicht selbstverständlich.

Das Normale finden wir bereits auf den ersten Seiten der Bibel, ganz nüchtern erzählt: „Die Frau hat mir gegeben …“. „Die Schlange hat mich verführt …“. Einer schiebt die Schuld auf den anderen. Der paradiesische Garten geht durch solche Worte verloren. Das Gespräch im Paradies hat es so nie gegeben, aber die Sache gab es und gibt es bis heute. Sie kann nur durch ein Handeln aus der Welt geschafft werden, wie es Dag Hammerskjöld, der zweite Generalsekretär der Vereinten Nationen, in seinem Tagebuch beschreibt: „Die Vergebung zerbricht die Ursachenkette dadurch, dass der, der – aus Liebe – vergibt, die Verantwortung auf sich nimmt für die Folgen dessen, was du verursacht hast.“ Es ist der Schlüssel, um den Garten wieder zu öffnen. acb

Gen 3,9-15

Nachdem Adam von der Frucht des Baumes gegessen hatte, rief Gott, der Herr, ihm zu und sprach: Wo bist du? Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?

Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen.

Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt, und so habe ich gegessen.

Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse.

Freiheitszeichen

3. Juni 2018, 9. Sonntag im Jahreskreis B

Für den antiken Philosophen Seneca, der viele Sklaven hatte, war die biblische Kultur eines freien Ruhetages ein Ärgernis, wirtschaftlicher Unverstand, der Arbeitskraft brachliegen lässt. Freiheit war ein Privileg für nur wenige.

Israel hat in seiner Geschichte erfahren, dass seine Freiheit zuerst Geschenk ist, vom Exodusgott gewährt. Damit das nicht vergessen wird, braucht es jede Woche eine Unterbrechung, freie Zeit zum Erinnern: den siebten Tag. Auf sechs Tage für jegliche Arbeit folgt ein Ruhetag. Er gilt auch für den Sklaven und den Fremden, selbst für Rind und Esel. Die Befreiungsgeschichte soll auf das ganze Volk und alle Lebensbereiche durchschlagen. Die auf Gott hin geöffnete Arbeitsruhe hilft die geschenkte Freiheit zu schützen. Die humanisierende Wirkung des Ruhetags reicht von der Antike bis heute weit über das Gottesvolk selbst hinaus. hak

Dtn 5,12-15

Halte den Sabbat: Halte ihn heilig, wie es dir der HERR, dein Gott, geboten hat! Sechs Tage darfst du schaffen und all deine Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem HERRN, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren. Dein Sklave und deine Sklavin sollen sich ausruhen wie du. Gedenke, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass dich der HERR, dein Gott, mit starker Hand und ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat. Darum hat es dir der HERR, dein Gott, geboten, den Sabbat zu begehen.

Wie ein aufgespannter Schirm

27. Mai 2018, Dreifaltigkeitssonntag B

Als das Volk Israel aus Ägypten aufbrach, ahnte es noch nichts von den Schwierigkeiten, die es danach zu überwinden galt. Im Rückblick viele Jahre später kommen alle zum Staunen, was das für ein Gott ist, der sie während der Wüstenwanderung geführt hat.

Auch nach Mose fanden sich immer wieder Zeitgenossen, die eine ähnliche Erfahrung machten: Sich von Gott führen lassen und dann erkennen, dass er in den entscheidenden Momenten wirksam war. Diese Geschichte ist wie ein aufgespannter Schirm und ihr Bogen reicht von Mose bis heute. Es wird der gleiche Gott gefeiert, der von Anfang an vorauszog. ruk

Dtn 4,32-34.39-40

Denn forsche doch einmal in früheren Zeiten nach, die vor dir gewesen sind, seit dem Tag, als Gott den Menschen auf der Erde erschuf; forsche nach vom einen Ende des Himmels bis zum andern Ende: Hat sich je etwas so Großes ereignet wie dieses und hat man je solches gehört? Hat je ein Volk mitten aus dem Feuer die donnernde Stimme eines Gottes reden gehört, wie du sie gehört hast, und ist am Leben geblieben? Oder hat je ein Gott es ebenso versucht, zu einem Volk zu kommen und es sich mitten aus einer anderen Nation herauszuholen unter Prüfungen, unter Zeichen, Wundern und Krieg, mit starker Hand und hoch erhobenem Arm und unter großen Schrecken, wie alles, was der HERR, euer Gott, in Ägypten mit euch getan hat, vor deinen Augen? Heute sollst du erkennen und zuinnerst begreifen: Der HERR ist der Gott im Himmel droben und auf der Erde unten, keiner sonst. Daher sollst du seine Gesetze und seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, bewahren, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht und du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt für alle Zeit.

Weltfrieden?

20. Mai 2018, Pfingstsonntag, B

„Parther, Meder und Elamiter …“ Und dann zählt die Apostelgeschichte noch weitere 13 Volksgruppen auf, die an Pfingsten in Jerusalem ein völkerübergreifendes Verstehen erleben konnten. Eine antike Form der United Nations? Für die Idee eines weltweiten Völkerverbundes im vorigen Jahrhundert brauchte es erst die Weltkriege.

Die Ursache für das Jerusalemer Verstehen ist eine andere. Eine Idee des Gottes Israels stand am Anfang und ließ es Wirklichkeit werden. Er blickte tiefer, kritischer auf die Geschichte als die Ideengeber der Vereinten Nationen und sah: Der Mensch kann weder sich selbst verstehen noch den Mitmenschen, solange er nicht erkennt, von wem er Leben und Vernunft-Geist hat. Und er suchte, fand und rief einige, die ihn verstanden und handelten: Abraham, Mose, Samuel, Ezechiel und viele andere. Ihrer Einsicht, ihrem Vertrauen und Mut verdanken sich Israel und die Kirche. Die Sache ist in einem Saal in Jerusalem mit ein paar Juden zum Ziel gekommen. Von hier ausgehend ist sogar mehr möglich als Nicht-Krieg: Friede. Sofern sich auch heute Einsichtige, Glaubende, Mutige finden lassen. bek

Apg 2,1-11

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

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