Gefangen in der Staatsgläubigkeit – Es gibt nichts Gutes, außer der Staat tut es

Manches in der deutschen Diskussion um Zuckerbergs Ankündigung, den größten Teil seines Vermögens in wohltätige Stiftungen zu stecken, zeigt die deutsche Staatsgläubigkeit.

Die Entwicklungshilfe aus Steuermitteln der Bundesrepublik beträgt pro Jahr etwa das Siebenfache der von Zuckerberg angekündigten jährlichen Milliarde. Was mit diesem Geld gemacht wird? Das interessiert kaum jemanden. Aber private Wohltätigkeit erregt die Gemüter. ses

Richtig groß

Im Newsletter der Botschaft des Staates Israel wird festgehalten, dass Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die jüngsten Aussagen von Donald Trump über Muslime ablehnt:

„Der Staat Israel respektiert alle Religionen und achtet strikt auf die Wahrung der Rechte aller seiner Bürger. Gleichzeitig kämpft Israel gegen den militanten Islam, der Muslime, Christen und Juden gleichermaßen zum Ziel hat und die gesamte Welt bedroht. Donald Trump hatte am Montag in einer Pressemitteilung ein vollständiges Einreiseverbot für Muslime in die USA gefordert.“ (Newsletter vom 10.12.15)

Der Ministerpräsident dieses kleinen jüdischen Staates also, der in seiner Existenz seit Jahrzehnten am stärksten vom militanten Islam bedroht ist, muss die Muslime vor einer Pauschalverdächtigung in Schutz nehmen gegenüber einem möglichen Präsidentschaftskandidaten des mächtigsten Staates der Welt. dio

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