Credo eines modernen Katholiken

von W. Percy

In seinem Roman „Liebe in Ruinen – Die Abenteuer eines schlechten Katholiken kurz vor dem Ende der Welt“ lässt Walker Percy seinen Helden, einen neurotischen Arzt und Alkoholiker, sagen:

„Ich zum Beispiel bin römischer Katholik, obschon ein schlechter. Ich glaube an die heilige katholische apostolische und römische Kirche, an Gott, den Vater, an die Auserwähltheit der Juden, an Jesus Christus, seinen Sohn, unseren Herrn, welcher die Kirche gegründet hat auf Petrus, seinen ersten Vikar, welche dauern wird bis ans Ende der Welt. Vor ein paar Jahren allerdings habe ich aufgehört, Christus zur Kommunion zu essen, aufgehört, zur Messe zu gehen, und führe seither ein liederliches Leben. Ich glaube an Gott und den ganzen Kram, aber Frauen liebe ich am meisten, dann Musik und Wissenschaft, dann Whiskey, Gott an vierter Stelle und meinen Nächsten fast überhaupt nicht. Im Allgemeinen mache ich, was ich will.“
Aus: W. Percy, Liebe in Ruinen (1998)

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