Urfelder Abende · mit Videoclip

„Das Christentum ist jeden Augenblick noch möglich.“ sagte Nietzsche. Sören Kierkegaard stellte fest, dass das Christentum immerhin noch nicht ganz abgeschafft sei. „Was indessen abgeschafft ist und vergessen, das ist das Christ-Sein, was es heißt, Christ zu sein.“

Was heißt es, Christ zu sein? Spurensucher nach dieser Frage finden sich immer wieder am Walchensee ein, bei „Urfelder Abenden“ mit Prof. Ludwig Weimer.

Videoclip „Urfelder Abende“

Warum wir Theater spielen?

Theater versetzt Spieler und Zuschauer in überzeitliche Konflikte. Sein Spielfeld ist der unendliche Bereich des Zwischenmenschlichen, hier zeigt sich das Mögliche und das Abgründige.

Mal sehen, was passiert, wenn alles auf dem Spiel steht. Das für mehrere Abende konzipierte Stück „Merlin“ von Tankred Dorst wurde in den 1980er Jahren als großer Abgesang auf die Utopien des 20. Jahrhunderts gefeiert. Mit dem neuen Jahrtausend sind diese nicht einfach verschwunden. Die Sehnsucht nach dem friedlichen Zusammenleben gibt es immer. ses

Videoclip: Szenen aus „Merlin“

Ein Familienbuch rund um die Erstkommunion

Die beiden Autorinnen dieses Buches, Christl Keller und Heide Stöhr-Zehetbauer, gehören zur Katholischen Integrierten Gemeinde. Seit vielen Jahren haben sie im Rahmen der KIG und in verschiedenen Pfarrgemeinden Erfahrungen mit biblischer Unterweisung, Gottesdienstvorbereitung und Hinführung auf das Sakrament der Taufe, der Versöhnung und der Eucharistie gemacht.

Dabei entstand eine Sammlung von Texten und Bildern, die sich besonders bewährten. Naheliegend war dann der Versuch, die gesammelten Erfahrungen in einem Buch zu bündeln. Entstanden ist es im Grunde aus dem gemeinsamen Erleben, wie aktuell die biblischen Geschichten und die Sakramente der Kirche heute sind.

Das Buch ist über den Buchhandel zu erwerben oder direkt beim Verlag Neue Stadt erhältlich. Auf der Website des Verlags findet sich auch eine Leseprobe.

Aus dem Begleitwort von Gerhard Lohfink

In den letzten Jahrzehnten ist viel darüber nachgedacht worden, wie man Kinder am besten auf die Erstkommunion vorbereiten kann. Soll man mit ihnen Brot backen, damit sie das Brot der Eucharistie besser verstehen? Soll man mit ihnen eine Kommunionkerze basteln oder ein Spiel mit biblischem Hintergrund einüben? Aber das Wichtigste wäre doch, dass die Kinder die großen Texte der Bibel kennenlernen und Freude an ihnen gewinnen. Christl Keller und Heide Stöhr-Zehetbauer haben in der Textarbeit mit Kindern seit vielen Jahren große Erfahrung gesammelt. Sie haben Kinder auf die Erstkommunion vorbereitet. Aus dieser Erfahrung ist das vorliegende Buch entstanden. Ich halte es für ausgezeichnet. Es bereitet biblisch und damit sachgerecht auf die Erstkommunion vor.

Auszüge aus der Rezension der Tagespost vom 12.02.2017

Zurück zu den Wurzeln in der Heiligen Schrift: Ein Familienbuch zur Vorbereitung auf die erste heilige Kommunion für Eltern und Kinder. Von Barbara Stühlmeyer

Ganze 109 Seiten mit einer guten Auswahl von Schrifttexten, Erläuterungen für Eltern und Kinder, Tipps zum Weiterlesen, katechetischen Elementen und zahlreichen farbenprächtigen Bildern von Christl Keller.

Die Kinder lernen die Geschichten von der Berufung Abrahams, seiner Wanderung nach Kanaan, seiner Trennung von Lot, der Verkündigung der Verheißung an Abraham und des Besuchs Gottes, die Erzählung von der Berufung des Mose kennen. Sie erfahren vom Bundesangebot Gottes und dem Bruch des Bundes durch das Volk Israel, von der Berufung des jungen Samuel, der Salbung Davids und der Berufung der ersten Jünger durch Jesus. Teil eins des Buches trägt entscheidend dazu bei, Kindern und Eltern nahezubringen, wie vielfältig Berufungsgeschichten aussehen können, dass es auch vor vielen tausend Jahren schon eine Herausforderung war, auf Gott zu hören und sein Leben nach seinem Wort auszurichten und dass Gott jeden einzelnen Menschen unermüdlich auf seinem Berufungsweg begleitet und den abgerissenen Faden immer wieder neu aufnimmt.

Im zweiten Teil steht das Bild des guten Hirten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Den Beginn bildet Psalm 23, dann wird das Hirtenamt Jesu, das von ihm an die Hirten der Kirche aller Zeiten übergeben wurde, anhand der Evangelientexte von der neuen Sammlung des Gottesvolkes, der Segnung der Kinder und der Heilung des Gelähmten entfaltet.

Der dritte Teil des Buches beschäftigt sich mit den Sakramenten. Er ist katechetisch sehr gelungen, zeigt er doch die Verwurzelung der ersten Sakramente in der Heiligen Schrift. Das letzte Kapitel widmet sich dem Sakrament der Eucharistie. Es wird mit dem Paschamahl in Israel verknüpft, dessen Vorbereitungen beschrieben werden, und reicht über das letzte Abendmahl bis zu den Begegnungen der Jünger mit dem Auferstandenen und der Entstehung der Kirche. Der Aufbau der Messe ist übersichtlich dargestellt.

Am Ende des Buches finden sich – eine besonders schöne Idee – einige ausgewählte Psalmen, um Nahrung für eine regelmäßige Gebetspraxis zu geben. Eine empfehlenswerte Neuerscheinung.

Christl Keller, Heide Stöhr-Zehetbauer: Rund um die Erstkommunion. Ein Familienbuch mit einem Begleitwort von Gerhard Lohfink. Verlag Neue Stadt, München 2016, 109 Seiten, EUR 19,95

Unerfüllte Träume

Mit unseren unerfüllten Träumen

beleben wir die Warenmärkte,
stellen unsere Speicher voll,
und besetzen die Köpfe unserer Kinder. tol

Rückfrage

„Wir haben alles gut im Griff!"

Ob es auch in guten Händen ist? tol

Déjà-vu

Gezeichnet von einem Leser…

Die neue Nachricht

Der Brief mit der unerhörten neuen Nachricht

kam in einem Umschlag ohne Adresse

 

die einen sagten

„wir sind nicht gemeint“

 

da machten wir den Brief auf

den niemand haben wollte

H. Fornander

Dieselbe Richtung – aus Anlass einer Hochzeit

„Liebe besteht nicht darin, dass wir einander anschauen,

sondern dass wir gemeinsam in dieselbe Richtung schauen“, sagt Antoine de Saint-Exupéry, und bei Peter Handke heißt es: „Die Liebe kannst du nicht dem Geliebten versprechen. Ihr müsst sie einander einem Dritten versprechen.“

Was den Frischverheirateten noch nicht so dringend erscheinen mag, weil man doch auch gern einander anschaut, ist bei der goldenen Hochzeit nach fünf Jahrzehnten eindrucksvoll erwiesen. „Quello che per lei era nero, invece per me era bianco – was für sie schwarz war, war für mich weiß“, sagt der 80-jährige italienische Signore über seine Frau. Und sie bestätigt: „Wir haben eigentlich zu allem verschiedene Ansichten. Das war schon immer so. Dass wir hier leben wollten, das war das Einzige, worüber wir nie uneins waren.“ Einfache Leute. Aber Handke muss ihnen nichts beibringen. jup

(Zitate aus: A. de Saint-Exupéry, Wind, Sand und Sterne und P. Handke, Gestern unterwegs. Aufzeichnungen November 1987 – Juli 1990)

Unverzeihlich

Wir wollen Gott nicht verzeihen,

dass er unseren Nächsten
geschaffen hat
nach Seinem Bild,
und nicht
nach dem unseren. tol