Lebensform
In der Katholischen Integrierten Gemeinde (K.I.G.) leben Familien und Unverheiratete, Priester und Laien in "Integration", d. h. sie wohnen zusammen oder bilden Tischgemeinschaften. Sie sehen es als ihre spezielle Aufgabe an, die in den vergangenen 60 Jahren entwickelte "Theologie des Volkes Gottes" in eine säkulare, sichtbare Lebensform von Kirche zu übersetzen. Dazu engagieren sie sich in vielfältigen sozialen und kirchlichen Bereichen in Europa und Afrika.

Die Katholische Integrierte Gemeinde lebt von der Eigeninitative ihrer Mitglieder. Im Unterschied zu kommunitären Lebensformen wie dem israelischen Kibbuz gibt es in der K.I.G. kein Gemeinschaftseigentum. Verschiedene Mitglieder haben sich aber zu einem Wirtschaften in gegenseitiger Kooperation entschlossen und betreiben u.a. fünf Privatschulen, eine Privatklinik und ärztliche Gemeinschaftspraxen, eine Genossenschaftsbank, sowie verschiedene Handwerks- und Industriebetriebe und andere Unternehmungen. Alle Betriebe werden von Unternehmern in wirtschaftlicher Eigenständigkeit und Eigenverantwortung geführt.

Die Katholische Integrierte Gemeinde ist als apostolische Gemeinschaft in der Katholischen Kirche kirchenrechtlich anerkannt. Für die Finanzierung der Anliegen der K.I.G. tragen ihre Mitglieder selbst die Verantwortung, ohne dabei auf Mittel aus der Kirchensteuer zurückzugreifen. Einige Mitglieder haben die gemeinnützige "GIZ Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit e.V." gegründet. Dieser Verein ist unabhängig von der kirchlich errichteten Organisation der K.I.G.. Die GIZ wird durch Spenden von Mitgliedern und insbesondere auch von Freunden und Förderern finanziert.

Zur Katholischen Integrierten Gemeinde gehören Personen verschiedenster gesellschaftlicher Schichten und Nationalitäten aus allen Generationen. Ein großer Teil stammt aus dem kirchenfernen Milieu, über hundert Personen aus anderen christlichen Konfessionen.

Bis jetzt gibt es Katholische Integrierte Gemeinden in den Diözesen München-Freising, Paderborn, Münster, Augsburg, Rottenburg-Stuttgart, Rom, Frascati, Wien, Morogoro und Daressalam (Tansania). Weitere Gemeinden sind im Aufbau in Jerusalem und Budapest.

 
 
 
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