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Liebe um den Bischof versammelte Gemeinde!
Die Schrifttexte, die die Kirche uns heute vorlegt, sind nicht nur Erzählungen über vergangene Geschichte, sondern aufklärende Anrede Gottes heute.
Zwar ist unsere Erfahrungswelt im 3. Jahrtausend nach Christi Geburt anders, aber wir entdecken in den alten Texten Erfahrungen des Volkes Gottes, die unseren Erfahrungen im Volk Gottes strukturverwandt sind.
– Auch heute sind wir ein Volk im Dunkel: Das zeigen uns die Ereignisse der letzten Zeit. Sie schärfen zugleich die Sinne für die Verheißung, dass über denen, die in Finsternis wohnen, ein helles Licht aufstrahlt.
– Auch heute gibt es die Berufung durch den Herrn und das Wunder, dass Personen ihre Lebenspläne verlassen und ihm nachfolgen.
– Auch heute gibt es Spaltungen, gibt es Zank und Streit, wo jeder etwas anderes sagt und sich auf einen anderen Gewährsmann beruft: Ich gehöre zu Paulus, ich zu Apollos … und so fort – und es gibt das nicht-machbare „Eines-Sinnes-Sein“.
So fragen uns die Texte: Welchem Herrn wollen wir gehören? Zu wem wollen wir gehen? Wie wollen wir heute leben?
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 Hans Hubert Klein bei der Homilie
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