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„Heute steht uns das Land offen, dass wir morgen erst finden müssen.“
Es gibt täglich neue Fragen, auf die gemeinsam Antworten gefunden werden müssen,
im betrieblichen Miteinander in den verschiedensten Berufen und Bereichen, in Wirtschaft und Medizin, bei der Gestaltung der Räume und der Formen gemeinsamen Lebens und Arbeitens.
Ein Beispiel: Wie lässt sich Schule gestalten in der gesellschaftlichen Situation des
Jahres 2011 – aus dem Impetus der Bundesgeschichte Gottes seit Abraham?
Dieser lebendige Prozess basiert auf den Glaubenserfahrungen Israels, dass Gott immer wieder das drückende Joch zerbricht, wie am Tag von Midian, als Gideon mit nur 300 Mitstreitern die zahlenmäßig überlegenen Midianiter besiegen konnte.
Gott befreit und in seiner Nähe kann man sich freuen, sagt Jesaja, und präzisiert zugleich: „wie man sich freut beim Beuteverteilen und bei der Ernte“. Diese Freude entsteht also durch das gemeinsame Kämpfen und das gemeinsame Arbeiten in der Nähe des Herrn, in seinem Weinberg, in der Kooperation der Menschenfischer.
Die Texte der Schrift bezeugen die Erfahrung unserer Väter im Glauben, dass Jesus das verheißene Licht, die Aufklärung Gottes bringt, – dass er in Person, das „Licht der Welt“ ist. Sie bezeugen, dass die Weisheit Gottes, der Logos Gottes, Mensch wurde und in Nazareth und Karfarnaum, in Israel, gewohnt hat und dass er Menschen berief zur Mitarbeit und ihnen zumutete: „Ihr seid das Licht der Welt.“
Heute ruft er das uns zu – er, der das Haupt der Kirche ist, die seinen Leib bildet, seine sichtbare Gegenwart in der Zeit. Um ihn versammelt können wir in seiner Freiheit unsere Existenz heute neu definieren, von der Zugehörigkeit zu ihm und zu seinem Leib her.
Was Papst Benedikt bei der Generalaudienz diesen Mittwoch, am 19. Januar, im Blick auf die Einheit der Christen sagte, hat er auch ganz zu uns gesagt:
„Wie die Jünger Christi haben wir eine Verantwortung gegenüber der Welt, wir müssen einen allgemeinen Dienst verrichten. So wie die erste Christengemeinde in Jerusalem von dem ausging, was wir gemeinsam haben, müssen wir ein starkes, geistlich begründetes und vom Verstand unterstütztes Zeugnis des einzigen Gottes geben, der sich geoffenbart hat und in Christus spricht.
So werden wir Träger einer Botschaft sein, die auf dem Weg des Menschen in unserer Zeit Orientierung gibt, auf dem oft klare und wahre Bezugspunkte fehlen.
Es ist also wichtig, jeden Tag in der gegenseitigen Liebe zu wachsen und sich darum zu bemühen die Hindernisse zu überwinden, die noch zwischen den Christen bestehen;
zu fühlen, dass eine wahre innere Einheit zwischen jenen herrscht, die dem Herrn folgen, dass wir, soweit es geht, zusammenarbeiten, zusammen über offene Fragen diskutieren und dass wir uns vor allem darüber bewusst werden, dass der Herr uns auf diesem Weg helfen muss. Er muss uns noch viel helfen, denn allein, ohne ihn, ohne „in ihm zu bleiben", können wir nichts tun (vgl. Joh 15,5).“ (Quelle: Zenit.org)
Amen.
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|  Die Fürbitten werden von den Pesch-Schülern Barbara von Stieglitz und Norbert Laux gesprochen
 Beim Empfang im Postsaal: Fr. Didas Kasusura aus der Pfarrei Mikese/Tansania im Gespräch mit Dr. Bärbel Eßer (Mitte)
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